verloren, vergessen

Verloren und vergessen

suche etwas, wo könnte das sein,

alle bekannten Plätze werden abgeklappert, nachgeschaut, nachkontrolliert

die Uhr, das Handy, den Geldbeutel, einen Schlüssel,

auf dem Schreibtisch, in der Wäsche, irgendwo abgelegt, nicht daran gedacht

plötzlich taucht etwas wieder auf, wie der Brief, der irgendwo dazwischen lag,

Im täglichen Leben als unwichtig abgestempelt, sich nicht gemerkt, das wo es nicht berücksichtigt wird

aber das sind Sachen, Gegenstände, die kein Gedächtnis haben, nur, dass man selbst etwas eben nicht findet

wie ist das mit Freunden , nicht mehr daran gedacht, dass es diese noch gibt

man denkt immer nur an sie , wenn man etwas braucht,

aber vielleicht könnten die einem gebrauchen, und wenn es zum reden, lachen ist

vergessene Telefonnumern, alte E Mails,

das Ahaerlebnis, oh mei, was ist daraus geworden,

was machen die wohl jetzt

aber vielleicht ist es nicht

zu spät

für ein wenn auch virtuelles hallo

P1030615

Schein

Es sieht schön aus, scheint, weil die Sonne es beleuchtet, glänzt,

wer es sieht, bewundert es  oder möchte es haben

dann kommt die Dunkelheit und alles erscheint ohne Licht grau

was macht es aus, dann noch schön zu sein, bewundert zu werden,

wenn etwas nicht beleuchtet ist?

Mit den Gedanken ist es ähnlich

eine schöne Situation, nette Menschen, anregende Gesellschaft, Romantik, Lustgefühl sich auszuleben, Spass, Erfolg

wen alles friedlich ist, ja wenn

also sollte man die Schattenseiten beleuchten,

um nicht von den mentalen Grautönen übertüncht zu werden

es ist zwar dann Schein, aber was ist, wenn der Schein selber zur Leuchtquelle wird?

Mut statt Verzweiflung

der Trauer Farben der Freude geben

alles verdunkelte, verschmutzte, mit Grauschleier behaftete in die mentale Geschirrspülmaschine stecken,

dann wieder strahlend herausholen

um jeden Tag erneut abgestaubt, gerieben und poliert zu werden

mit einem Lächeln Krieg, Terror, Gewalt, Not

unnötig werden lassen

Copyright Hans Peter Heckner HPH

Mai

Mai assoziiert so viel Schönes

Maiblume –  alles blüht in bunten Farben

Maibaum –  verschiedenste Gruppen der Gesellschaft positionieren sich mit einem Symbol am Baum, stellen diesen auf

Maitanz – unbeschwert den Gefühlen Ausdruck verleihen, tanzen

Mai – nach Maia,  der Frau des Volcanos, genannt, der Wonnemonat, der Wärme bringt

die Winterkleidung ablegen, die angestauten Sorgen los werden

sich freuen, die Gefühle tanzen lassen

die Farben in die eigene Ausstrahlung übernehmen

alles bunt werden lassen

copyright HPH

Der Ruf nach Frieden

Frieden,

friedlich, friedfertig

leider stecken viele Assoziationen darin

einfrieden , befrieden klingt nach Zwang

Friedhofsruhe wie der Kant`sche ” ewige Frieden”

da ist alles still und ruhig, aber alles tot

Frieden, etwas von dem Menschen immer reden und nicht einhalten

friedlich wird als Schwäche ausgelegt,

Mangel an Durchsetzungsvermögen, im Kleinen, wie im Großen,

wie den Frieden erreichen?

Freiheit, Frieden, Sorgenfrei, ohne Machtkampf

einfach froh sein, Abwesenheit jeglicher Gewalt

einfach unbeschwert sein

gehen wir den Frieden an

Holzschnitte   copyright hph