Entrümpeln

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Entrümpeln,

wenn das alles nur so leicht wäre

beim Aufräumen,

werfe alte Bücher weg, gesammelte Zeitungsartikel ,die ich eh nicht mehr lese,

verschiedenste Ponderabilien, Memories,

dazwischen das ein oder andere mit Aha Erlebnis, da längst verschollen gewähnt.

Aus mehreren Jahren, Papier, Dosen, alles was sich so eben angesammelt hat,

Briefmarken und Münzen, die eigentlich keiner sammelt,

trenne nach Müllart oder was man verschenken  könnte.

Beim Wegwerfen,  der Gedanke an den eigenen PC, aber auch die Seele.

Wieviel Schrott, Ballast hat sich da  angesammelt?

Wenn der E mail Speicher voll ist, die Anzeige kommt: ” Sie haben mehr als 5000 E Mails”, da nicht sortiert oder gelöscht;

das ” ist schon gelesen” ist halt leichter. Was ist, wenn der Cleaner die Alarmmeldung zeigt: 5000 Megabyte zum löschen, der PC wird langsamer, da sich auch das Dokumentenvolumen nach oben bewegt.

Löschen oder ordnen?

Aber wie ist es mit der Seele, den dort gespeicherten Daten.

Delete geht nicht so einfach;

Einfach override, aber  das wird dann aber später wieder aufbrechen.

Vielleicht sein inneres Depot mit glücklichen Erlebnissen zuschütten, quasi überschreiben,

daß das Negative einfach erdrückt wird, subsumiert durch Lächeln,

Lachen als Neutralisator mit dem Ziel der Paralyse des Belastenden

Entschlacken mit Freude

 

 

 

 

Was ist wichtig

 

 

Was für den einen wichtig ist, muss für den anderen überhaupt nicht wichtig sein

man tut wichtig,

nimmt sich selbst wichtig, oder Dinge, von denen man meint sie seien es

Im Wort steckt auch Wicht und ig, das Tun beschreibende

Ein Wicht, was sind wir, mit dem Ganzen verglichen, für Wichte, die meinen sie wären das Zentrum des Universums?

Im Englischen ist ein besonders Wichtiger eine very important person VIP. Im important steckt importieren, nämlich die Meinung der anderen, im Fremdbild  seines Selbstbewusstseins.

Importieren ist ein aktiver Prozeß des Herholens genau dieses Bildes, das wir zu dem für uns am bedeutendsten seiend hochstilisieren.

Was wäre, wenn das alles nur Lug und Trug wäre, eine Täuschung, Fata Morgana, die Fassade des eigenen Mikro-und Makrokosmos.

Wichtig ,  darin steckt auch das Wort Gewicht, schwer, schwerwiegend,

aber was ist im Zusammenleben schwerwiegend?

Doch eher ein Lächeln, eine nette Geste,

das verstehen des Anderen, Respekt,  die Achtung vor der Natur und dem Leben

Bewegung

 

Bewegung

es ist heiss, sengende Sonne, sich bewegen fällt schwer

wie gelähmt

bis dann die Chance einer Aircondition und der ersehnten Kühle kommt.

Im Sommer, den man sich den ganzen Winter wünscht, kommt dann der Wunsch nach Kühle, Kälte,

die man den ganzen Winter wegwünscht, und stattdessen sich die Wärme herbeisehnt, die man jetzt wegwünscht

so ist das mit den Menschen

statt sich zu arrangieren, will man immer das andere und steht sich selbst im Weg,

engt seine Bewegungen ein, in dem man sich alles komplizierter macht

carpe diem, lebe den Tag, die Situation

sich freuen, nicht einengen

nicht seine eigene Bewegungen in einem Geflecht unerfüllter Sehnsüchte verwursteln und immer das wollen, was man gerade nicht hat

 

Das offene Bücherregal

 

Bücherregal

 

Es steht in der Nähe der Promenade, am Stadtpark, am Weg von den Parkplätzen an der Haupstrasse zum Wasser.

Viele Menschen gehen täglich vorbei, werfen einen Blick auf die Bücher aus den Jahrzehnten mehrerer Leben.

Romane, Erzählungen, Fotobände, Tatsachen, Gedichte, Krimis, ab und zu ein paar LP s

Eine Mutter sucht nach Büchern für ihre Kinder, neu kann sie sich diese nicht leisten.

Ein älterer Mann in sportlicher, extrem farbiger Fahradkleidung,  modernsten Zuschnitts entlädt die beiden über sein Hinterrad hängenden Taschen und stellt die Bücher in das Regal.

Ein simples Regal, Kommunikationsplatz, offene Psychotherapie- und Anlaufstelle, Austauschplatz.

Was für den einen Entsorgung ist, Entrümpeln, Entschlacken ist für den anderen eine wertvolle Fundgrube, ein Geschenk, ein Buch, nach dem er vielleicht schon lange gesucht hat.

Eine Frau kniet am Boden, sucht in der untersten Reihe, entdeckt alte Reader Digest Ausgaben, Sciene Fiction, dazwischen eine Karl May Ausgabe, neben einer Fassung des Ekkehard Romans von Viktor von Scheffel, der längst vergriffen ist, und der, wenn man auf den Vulkan Hohentwiel steigt, auf einmal lebendig wird.

Vergriffen, verschollen, beim Sehen des Titels in die Erinnerung zurückgeholt.

Ein Mann lächelt, sagt, ich gehe jeden Tag an das Regal. Bringe Bücher, nehme Bücher, treffe Menschen, kann reden, aus der Einsamkeit des alleine Seins, der Menschenscheue entfliehen.

Bücher im Regal , allen gehörend, trotzdem funktionierend.

Wäre das offene Bücherregal nicht ein Modell für eine neue politische Lebensperzeption, für ein nur an Bedarfsdeckung und nicht Horten orientiertem Zusammenleben.

Das offene Bücherregal,  ein machbare kleine Realisierung einer utopischen sozialen Revolution.

 

Kostenlos

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kostenlos, umsonst, geschenkt,

Sonderangebot, Sale

alle Register des Verlockens, etwas zu nehmen,

was man vielleicht weder will, noch braucht.

Berdürfnisse werden geweckt.

Wo ist der Kinken, der Fehler, der Haken, die Falle,

alles klingt so gut.

Aber nichts ist umsonst,

was ist der Zweck, das Hintendran.

Ist verzichten nicht auch sich selbst beschenken?,

mit der Fähigkeit sich vom Konsumzwang zu lösen,

vom Haben müssen einfach los zu lassen.