Manchmal sieht man irgendwo in der Natur einen Moment, der einem fasziniert, verzaubern kann.
Wie ein Fenster in eine andere Welt, in eine friedliche , in der alle Konflikte und Kriege wie weggewischt sind.
Ein Sonnenaufgang, dann wenn die letzten Strahlen etwas beleuchten bevor die Sonne am Horizont untergeht und eine Farbenkomposition entsteht, die nur die Kunst der Natur erschaffen kann.
Es ist der Blick in das ” Dahinter” und “Davor”, ein Blick in die Geheimnisse unseres Universums, einer,
der nur kurz währt, leider kein Dauerzustand ist,
ein Blick der Unbeschwertheit, der alle Sorgen vergessen lässt.
Ein Fenster zur Stille und ein Augenblick des Lichts.
Fenster zur Unbefangenheit
Die gleiche Landschaft, die tagsüber grau erscheint, erblüht – im Licht eines Augenblicks.
Vielleicht braucht das Leben solche inneren Fenster: Momente der Ewigkeit, geöffnet durch ein Lächeln, einen Blick, den Sternenhimmel, eine kleine Blume am Weg.
Nicht fordernd, nicht vermessen – nur wärmend.
Das Leben schenkt uns unzählige solcher Fenster in die Welt der Unbefangenheit, der Freude, des stillen Staunens.
Und doch: wir übersehen sie, lassen sie verstreichen, übertüncht vom Alltag, vom Nebel der Gewohnheit.
Dabei ist dieser Blick ins Tiefere des Seins kostenlos, nicht skalierbar, ohne QR-Code. Seit Ewigkeiten möglich.
Wir müssten nur stehen bleiben. Hinschauen. Zulassen.
Ein Gefühl von Bewegung und Verdichtung – als würde sich etwas Inneres, Komplexes, in einem goldenen Moment ausbreiten und zugleich verbergen.
Manchmal sind die Spuren des Denkens sich windend, tastend, vernetzend.
Speicherorte für Erfahrungen, Gedanken, Spuren von Begegnungen.
Eine „Aura der Dinge“ oder eine „Goldene Spur des Dahinter“.
Das Energiefeld, das den Körper umgibt – oft in Farben wahrgenommen, die den emotionalen oder geistigen Zustand eines Menschen widerspiegeln, die Aura; jeder hat eine andere.
Manche glauben, dass man durch Meditation oder besondere Sensibilität diese Auren sehen oder spüren kann.
Es ist die Ausstrahlung eines Bildes, eines Ortes oder eines Menschen.
Auch ein Gemälde kann eine Aura von Melancholie, Hoffnung oder Transzendenz haben.
Es ist das, was über das Sichtbare hinausgeht,
das Unsichtbare, das spürbar wird.
Vielleicht ist es das „Dahinter“, das sich nicht greifen lässt, aber alles durchdringt.
Es ist der Resonanzraum, die zarte Spur des Unaussprechlichen.
Manche Menschen haben eine Aura, die einem frösteln lässt,
ohne zu wissen warum.
Als würden sie Schatten mit sich herum tragen,
andere strahlen Licht, Ruhe , einfach Positives aus.
Sie sind wie eine warme Brise, die nichts fordert, aber alles erlaubt.
Auren, die einem negativ beeinflussen sollte man einfach negieren,
sich lieber den vielen positiven Dingen des Lebens widmen,
wieder den Blick für die Natur und Schönheit unseres Planeten gewinnen.
Es gibt Auren, die wie Nebel an uns haften, uns dämpfen, lähmen, unsere Farben dämpfen.
Man muss sie nicht bekämpfen. Man darf sie einfach nicht in sich wohnen lassen.
Ein sanftes Nein genügt.
Denn da draußen – und tief in uns – warten die leuchtenden Dinge:
das Zittern der Blätter im Wind, das Lächeln eines Menschen,
das Glänzen von Kinderaugen, der Duft nach Regen auf heißem Stein.
Wer den Blick hebt, sieht, dass die Welt noch immer Schönheit trägt.
Nicht alle Uhren gehen gleich. Manche ticken laut, andere leise. Manche eilen, manche zögern. Manche zeigen die Zeit, andere die Erinnerung. Und manche – zeigen gar nichts mehr, und sind doch voller Bedeutung.
Es ist nicht nur das physische sich drehen der Zeiger, die Einstellung,
es ist die Zeitwahrnehmung,
über das Auseinanderfallen von innerer und äußerer Zeit, über das Altern, das Erinnern, das Vergehen.
Jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensrhythmus ,
lebt, liebt, leidet in einem anderen Takt.
Wir nehmen Zeit nicht wahr – sie nimmt uns. Im Ticken der Uhr, im Wachsen der Falten, im Verblassen der Stimmen, im Aufleuchten eines Blicks.
Zeit ist kein Strom, sie ist ein Echo. Manchmal ein Flüstern, manchmal ein Schlag.
Sie geht nicht – sie bleibt in uns, als Geruch, als Geste, als Schatten auf der Wand.
Philosophisch gesehen ist Zeit kein Ding, sondern eine Ordnung der Veränderung.
Augustinus sagte: „Was also ist Zeit? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es;
will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht.“
Wir erleben Zeit oft rückwärts – durch Erinnerung.
Vergangenheit wird zur inneren Landschaft, Zukunft zur Projektion, Gegenwart zum flüchtigen Übergang.
Der Körper ist unser Taktgeber.
Müdigkeit, Hunger, Altern – sie rhythmisieren unser Leben jenseits der Uhrzeit.
Würden wir Daniel Defoes Robinson auf einer Insel jenseits der Zivilisation leben, wäre das Wahrnehmen von Zeit an den Wechsel von Tag und Nacht gebunden.
Die Tage müssten wir als Kerben ins Holz schnitzen, um einen zeitlichen Rahmen zu verifizieren.
Abgesehen von Zeit in Bezug zu Zeitzonen, hängt die Zeitwahrnehmung von vielem ab.
Uhren sind nur das Visualisieren von dem Empfinden dass zwischen dem was war und dem was kommt etwas liegt.
Uhren sind keine Zeit. Sie sind ihre Maske. Ein Ziffernblatt, das vorgibt, die Stille zwischen zwei Atemzügen zu messen.
Wir glauben, Zeit sei das, was zwischen zwei Zahlen liegt. Doch in Wahrheit liegt sie zwischen zwei Blicken, zwei Erinnerungen, zwei Möglichkeiten.
Zeit ist das, was sich nicht zeigt, aber alles durchdringt. Ein Spalt zwischen dem, was war – und dem, was noch nicht ist.
Ein Sprung aus der Tiefe des Alltags in eine andere Schicht der Bedeutung.
„Ein Fisch kommt selten allein“.
Fragment der Unbeschwertheit“ – leicht, verspielt, aber mit Tiefe.
Ein Fisch kommt selten allein. Immer schwimmt ein Schatten mit. Oder ein Wunsch. Oder ein zweiter Gedanke.
Ein Mann sitzt am Ufer.
Er wirft die Angel aus, aber hofft nicht auf Beute – sondern auf Gesellschaft.
Der erste Fisch zappelt, glänzt, schweigt. Dann kommt der zweite. Und der dritte ist ein Gedanke, der bleibt.
Fische sind wie Erinnerungen, die plötzlich auftauchen – selten allein, oft in Schwärmen.
Ein Gedanke zieht den nächsten nach sich.
Ein Bild ruft ein anderes.
Und plötzlich ist man mittendrin im Ozean des Dahinter.
Probleme bleiben oft, bis sie gelöst sind.
“Ein Unglück kommt selten allen” betrifft nur die Häufung von unangenehmen Ereignissen, die in der Wahrnehmung vergrößert wird, und vorübergehend bleibt.
Die Fische hingegen schwimmen weiter, sie sind im Wasser frei.
Und wenn einer auftaucht, folgen oft weitere – sei es im wörtlichen Sinn (ein Fischschwarm) oder im übertragenen (Gedanken, Erinnerungen, Gefühle).
Der Fisch ist ein Symbol für das Unbewusste, das Verborgene, das Dahinter.
Fische kommen irgendwo her und schwimmen irgendwo hin.
Gedanken, die in Ketten sind, oder Erinnerungen, die sich gegenseitig heraufbeschwören, können sich befreien, schwimmen.
Vielleicht ist das geflügelte Wort ” ein Fisch kommt selten allen” auch ein augenzwinkernder Kommentar auf Situationen, in denen man mehr bekommt, als man erwartet hat – beim Angeln, beim Kochen, im Leben.
Eingebettet wie in einem Feld aus Formen, Farben und Strukturen, die zugleich Halt und Irritation bieten.
Wenn die Gedanken an einem vorbei ziehen,
verlorene Mimik in einem Farbengeflecht.
Die Unaufhaltsamkeit des Seins spiegelt sich oft in einer Flut von Bildern,
die wir nicht zuordnen können.
Sie sind wie ein stiller Strom, der durch die Risse unserer Wahrnehmung fließt.
Man versucht immer wieder alles zu hinterfragen,
aber nicht alle Menschen.
Viele leben in einem “automatic mode”.
Alles läuft, man funktioniert, wie eine Maschine.
Vieles erscheint maskenhaft, nur nehmen wir das hinter den Masken nicht mehr wahr.
Es fehlt die Zeit.
Die vielen Regeln, Verpflichtungen schnüren ein Korsett, dass ein Überleben mit Oberflächlichkeit ermöglicht.
Das Tiefgründige bleibt verschlossen,
wir vergessen das wir ein Teil des Ganzen sind und auch Sorge tragen müssen verwurzelt und geerdet zu sein und gleichzeitig die auf uns einfließende Energie aufzunehmen.
Wir überleben in Oberflächen, vergessen das Tiefe, vergessen das Ganze. Wir sind Wurzel und Wind. Wir müssten Sorge tragen – für das, was uns trägt. Für das, was durch uns fließt.
Innere Bewegung und kollektive Erinnerung oszillierend.
Fragmente eines Traums oder einer Geschichte, die sich nicht linear entfaltet,
sondern in Schichten, Überlagerungen und farblichen Resonanzen.
Es ist die Tiefe, jenseits von Rollen und Masken, die die Sozialisation einem aufprägt.
Das Leben ist mehr als ein Spiel von Identitäten auf einem Spielbrett oder Bühne in Kugelform namens Erde
Es ist fluide , formt sich im Zusammenspiel mit anderen.
Manchmal hat man das Gefühl wie in einem „Fragmentarium der Unbeschwertheit“ zu sein,
das die Leichtigkeit von Rollenspielen feiert.
Sternenstaub glitzern wie selbst Sterne oder Partikel im Raum.
Unsere Erinnerungen sind oft wie ein kosmisches Feld, in dem Figuren auftauchen, verschwinden, sich neu verbinden.
Erinnerungen sind vielschichtig, und alle zu erfassen entzieht sich unseren Möglichkeiten.
Sie sind einfach da, nicht in ihrer Komplexität, sondern einzeln, assoziierend, zufällig.
Vieles können wir nicht deuten.
Wenn die Träume zu Ende sind, versuchen wir oft zu rekonstruieren.
Man kann auch nur schwerlich wieder in seinen Traum, in die Erinnerung einsteigen.
Was wir gespeichert haben entzieht sich unserer Kenntnis.
Irgendetwas ist auf einmal da.
Manchmal ein ererbtes Trauma das durch eine Assoziation aktiviert wurde, dann wieder ein freudiges Ereignis;
und, man denkt an andere schönen Dinge seiner Vergangenheit.
Wie ein leiser Gang durch das Labyrinth der Erinnerungen, tastend, nicht erklärend.,
wie Schleiern der Vergangenheit, die sich manchmal lichten, manchmal verdichten.
Erinnerungen sind nicht wie ein Besitz, sondern wollen als Besuch in dem Erlebten verstanden werden.
Manches wirkt wie Erinnerungsreste, wie Traumgestalten, die sich nicht festhalten lassen.
Dann wieder vergisst sich die Erinnerung selbst.
Spielerisch könnte man die Erinnerung auf Spielkarten schreiben,
dann eine Erinnerung, die nicht deutbar ist, ziehen, versuchen zu deuten, was der Moment, der einfach da war, erzählen möchte.
Die schönsten Erinnerungen kommen wenn wir uns in die Natur begeben, in das Ursprüngliche, uns den Wurzeln des Seins, dem Boden, auf dem wir stehen, der Natur, nähern.
Die schönsten Erinnerungen kommen nicht, wenn wir sie rufen. Sie steigen auf, wenn wir schweigen, wenn wir barfuß gehen, wenn wir uns dem Moos anvertrauen und dem Wind erlauben, unsere Gedanken zu zerzausen.
Sie sind nicht laut, nicht vollständig, nicht logisch. Sie sind wie das Licht, das durch Blätter fällt — beweglich, gebrochen, wahr.
Im Schatten eines Baumes kann ein Lächeln aus Kindertagen plötzlich wieder da sein. Nicht als Bild, sondern als Wärme.