
Nur ein Wort?
Es gibt es nicht in allen Sprachen dieser Welt.
Es gibt tatsächlich einige Sprachen, die kein direktes Wort für “Frieden” haben.
Die Gründe liegen in kulturellen Unterschieden oder der Struktur der Sprache.
In der Sprache Piraha, einer indigenen aus dem Amazonasgebiet, eine Sprache, die sehr einfach strukturiert ist, gibt es keine Worte für abstrakte Konzepte, wie Frieden.
Vielleicht schaffen sie ein neues Wort , das den Unfrieden bezeichnet, den die Menschen die den Regenwald, ihre Lebensgrundlage, abholzen und zerstören, verursachen.
Die Sprache der Sentinelesen, einer auf den Andamanen isolierten Gruppe, ist wenig dokumentiert, es gibt keine Hinweise auf das Wort Frieden.
All diese Menschen kannten bisher keine Konflikte, die von außen in sie hinein getragen wurden.
Frieden , das Gegenteil von Unfrieden, oder dessen Abwesenheit, wird seit Menschengedenken verwendet und ähnelt in den Worten auch in scheinbar gegensätzlichen Kulturen, so, wie wie Shalom oder Salam.
Peace, Paix, Pace, im Japanischen Heiwa, in Hindi Shanti, im Russischen MIR, chinesisch Heping.
Aber nicht alle leben friedlich, nicht mit sich, in sich und auch den anderen.
In Immanuel Kants Werk “Zum ewigen Frieden” , einem philosophischen Entwurf, der 1795 veröffentlicht wurde, untersucht er die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden zwischen Staaten.
Die Menschen haben nichts aus der Geschichte gelernt.
Wir sind alle Bewohner des gleichen Planeten, haben irgendwann den gleichen Ursprung, aber das verdrängen wir.
Bruderzwist ist in, statt friedliches Neben- und miteinander.
Ein Weltfrieden scheint utopisch, gedanklich so nah, wären da nicht die vielen Interessens-und Machtkonflikte.
So ist es nur ein Wort, ohne die Taten.
Es gibt viele Anstrengungen dazu, letztlich nur mit geringem Erfolg.
Seeds of Peace, Friedensorganisationen, Pazifisten, Friedensaktivisten in aller Welt, Mahatm,a Gandhi mit der Idee des gewaltfreien Widerstandes.
Es gibt einen Friedensnobelpreis, Friedensverhandlungen, eine UNO, aber keinen wirklichen Frieden.
Wir haben unseren eigenen inneren Frieden noch nicht gefunden.
Frieden zu stiften hängt vom Willen ab.
Ist der nicht da, und geht es nur um Macht, gibt es keinen.
Vielleicht erst wenn nichts mehr geht, wenn Friedhofsruhe herrscht.
Dabei könnte alles so einfach sein.
Macht, macht nichts, alles mit einem Lächeln entwaffnen, aufeinander zu gehen, sich die Hände reichen.
Als der Kalte Krieg vorbei war, kam die Zeit der Hoffnung, dann wieder die der Enttäuschungen.
Der greifbar nahe Frieden löste sich auf.
Heute wurden die Friedenstauben von Falken vertrieben.
Es gibt immer wieder Kräfte gibt, die den Frieden stören, sei es aus Machtinteressen, wirtschaftlichen Gründen oder ideologischen Überzeugungen.
Diese unterschiedlichen Vorstellungen und Ziele können es schwierig machen, einen gemeinsamen Nenner zu finden.
Vielleicht hat es einen Sinn, dass wir kein gemeinsames Wort dafür finden.
Denn jeder versteht etwas anderes unter Frieden.
Der eine will den Frieden als Sieger, der andere will nicht verlieren.
Und, so dreht sich das Karusell.
Frieden ist ein komplexes und vielschichtiges Konzept, das von verschiedenen Menschen unterschiedlich interpretiert wird.
Die Perspektiven auf Frieden können stark variieren, je nach kulturellem, historischem und persönlichem Hintergrund.
Trotz dieser Herausforderungen gibt es viele Menschen und Organisationen, die unermüdlich daran arbeiten, Brücken zu bauen und Verständigung zu fördern.
Der Dialog und das Streben nach gegenseitigem Verständnis sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden.
Schuldzuweisungen und Anklagen helfen nicht weiter.
Man darf den Weg zum Frieden nie verlassen und ihm immer wieder eine neue Chance geben.
Fangen wir mit dem Frieden in uns selbst an, so, dass Frieden mehr als ein Wort ist, nämlich Taten.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Frieden – nur ein Wort?
Original HPH, signiert
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