Aura

Ein Gefühl von Bewegung und Verdichtung – als würde sich etwas Inneres, Komplexes, in einem goldenen Moment ausbreiten und zugleich verbergen.

Manchmal sind die Spuren des Denkens sich windend, tastend, vernetzend.

Speicherorte für Erfahrungen, Gedanken, Spuren von Begegnungen.

Eine „Aura der Dinge“ oder eine „Goldene Spur des Dahinter“.

Das Energiefeld, das den Körper umgibt – oft in Farben wahrgenommen, die den emotionalen oder geistigen Zustand eines Menschen widerspiegeln, die Aura; jeder hat eine andere.

Manche glauben, dass man durch Meditation oder besondere Sensibilität diese Auren sehen oder spüren kann.

Es ist die Ausstrahlung eines Bildes, eines Ortes oder eines Menschen.

Auch ein Gemälde kann eine Aura von Melancholie, Hoffnung oder Transzendenz haben.

Es ist das, was über das Sichtbare hinausgeht,

das Unsichtbare, das spürbar wird.

Vielleicht ist es das „Dahinter“, das sich nicht greifen lässt, aber alles durchdringt.

Es ist der Resonanzraum, die zarte Spur des Unaussprechlichen.

Manche Menschen haben eine Aura, die einem frösteln lässt,

ohne zu wissen warum.

Als würden sie Schatten mit sich herum tragen,

andere strahlen Licht, Ruhe , einfach Positives aus.

Sie sind wie eine warme Brise,
die nichts fordert,
aber alles erlaubt.

Auren, die einem negativ beeinflussen sollte man einfach negieren,

sich lieber den vielen positiven Dingen des Lebens widmen,

wieder den Blick für die Natur und Schönheit unseres Planeten gewinnen.

Es gibt Auren,
die wie Nebel an uns haften,
uns dämpfen, lähmen,
unsere Farben dämpfen.

Man muss sie nicht bekämpfen.
Man darf sie einfach
nicht in sich wohnen lassen.

Ein sanftes Nein genügt.

Denn da draußen –
und tief in uns –
warten die leuchtenden Dinge:

das Zittern der Blätter im Wind,
das Lächeln eines Menschen,

das Glänzen von Kinderaugen,
der Duft nach Regen auf heißem Stein.

Wer den Blick hebt,
sieht,
dass die Welt
noch immer Schönheit trägt.

Nicht alle Uhren gehen gleich

Nicht alle Uhren gehen gleich.
Manche ticken laut, andere leise.
Manche eilen, manche zögern.
Manche zeigen die Zeit,
andere die Erinnerung.
Und manche –
zeigen gar nichts mehr,
und sind doch voller Bedeutung.

Es ist nicht nur das physische sich drehen der Zeiger, die Einstellung,

es ist die Zeitwahrnehmung,

über das Auseinanderfallen von innerer und äußerer Zeit, über das Altern, das Erinnern, das Vergehen.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensrhythmus ,

lebt, liebt, leidet in einem anderen Takt.

Wir nehmen Zeit nicht wahr –
sie nimmt uns.
Im Ticken der Uhr,
im Wachsen der Falten,
im Verblassen der Stimmen,
im Aufleuchten eines Blicks.

Zeit ist kein Strom,
sie ist ein Echo.
Manchmal ein Flüstern,
manchmal ein Schlag.

Sie geht nicht –
sie bleibt in uns,
als Geruch,
als Geste,
als Schatten auf der Wand.

Philosophisch gesehen ist Zeit kein Ding, sondern eine Ordnung der Veränderung.

Augustinus sagte: „Was also ist Zeit? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es;

will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht.“

Wir erleben Zeit oft rückwärts – durch Erinnerung.

Vergangenheit wird zur inneren Landschaft, Zukunft zur Projektion, Gegenwart zum flüchtigen Übergang.

Der Körper ist unser Taktgeber.

Müdigkeit, Hunger, Altern – sie rhythmisieren unser Leben jenseits der Uhrzeit.

Würden wir Daniel Defoes Robinson auf einer Insel jenseits der Zivilisation leben, wäre das Wahrnehmen von Zeit an den Wechsel von Tag und Nacht gebunden.

Die Tage müssten wir als Kerben ins Holz schnitzen, um einen zeitlichen Rahmen zu verifizieren.

Abgesehen von Zeit in Bezug zu Zeitzonen, hängt die Zeitwahrnehmung von vielem ab.

Uhren sind nur das Visualisieren von dem Empfinden dass zwischen dem was war und dem was kommt etwas liegt.

Uhren sind keine Zeit.
Sie sind ihre Maske.
Ein Ziffernblatt, das vorgibt,
die Stille zwischen zwei Atemzügen zu messen.

Wir glauben, Zeit sei das,
was zwischen zwei Zahlen liegt.
Doch in Wahrheit liegt sie
zwischen zwei Blicken,
zwei Erinnerungen,
zwei Möglichkeiten.

Zeit ist das,
was sich nicht zeigt,
aber alles durchdringt.
Ein Spalt zwischen dem,
was war –
und dem,
was noch nicht ist.

Wir tragen sie in uns,
nicht am Handgelenk.

Ein Fisch kommt selten allein

Ein Sprung aus der Tiefe des Alltags in eine andere Schicht der Bedeutung.

„Ein Fisch kommt selten allein“.

Fragment der Unbeschwertheit“ – leicht, verspielt, aber mit Tiefe.

Ein Fisch kommt selten allein.
Immer schwimmt ein Schatten mit.
Oder ein Wunsch.
Oder ein zweiter Gedanke.

Ein Mann sitzt am Ufer.

Er wirft die Angel aus, aber hofft nicht auf Beute – sondern auf Gesellschaft.

Der erste Fisch zappelt, glänzt, schweigt. Dann kommt der zweite. Und der dritte ist ein Gedanke, der bleibt.

Fische sind wie Erinnerungen, die plötzlich auftauchen – selten allein, oft in Schwärmen.

Ein Gedanke zieht den nächsten nach sich.

Ein Bild ruft ein anderes.

Und plötzlich ist man mittendrin im Ozean des Dahinter.

Probleme bleiben oft, bis sie gelöst sind.

“Ein Unglück kommt selten allen” betrifft nur die Häufung von unangenehmen Ereignissen, die in der Wahrnehmung vergrößert wird, und vorübergehend bleibt.

Die Fische hingegen schwimmen weiter, sie sind im Wasser frei.

Und wenn einer auftaucht, folgen oft weitere – sei es im wörtlichen Sinn (ein Fischschwarm) oder im übertragenen (Gedanken, Erinnerungen, Gefühle).

Der Fisch ist ein Symbol für das Unbewusste, das Verborgene, das Dahinter.

Fische kommen irgendwo her und schwimmen irgendwo hin.

Gedanken, die in Ketten sind, oder Erinnerungen, die sich gegenseitig heraufbeschwören, können sich befreien, schwimmen.

Vielleicht ist das geflügelte Wort ” ein Fisch kommt selten allen” auch ein augenzwinkernder Kommentar auf Situationen, in denen man mehr bekommt, als man erwartet hat – beim Angeln, beim Kochen, im Leben.

Das Verborgene im Öffentlichen

Es ist kein Erdbeben.

Ein leichtes mentales Beben, Zittern oder vielleicht nur ein vorbei ziehender Sturm von Gedanken, Erinnerungen der einem neugierig werden lässt.

Ein vibrierender Resonanzraum zwischen öffentlicher Inszenierung und innerer Fragmentierung wirft Fragen auf, gibt keine erkennbaren Antworten.

Es ist wie in einer Arena der Erinnerung, vielleicht auch der Erwartung.

Unsere Rollen im Alltag, im Ritual, im Spiel der Sichtbarkeit.

Aus einem visuellen Gedächtnis kommend, das sich nicht ordnen lässt.

Ein Schleier? Eine Lücke im Erinnern? Oder ein bewusstes Ausblenden – das „Dahinter“, das sich nicht zeigen will?

Eine Art Kartografie dessen was geschieht und geschah.

Wie ein poetischer Knoten, der sich langsam entwirren lässt. Perspektiven betrachten:

Im öffentlichen Raum – auf Plätzen, in Stadien, in Medien – scheint alles sichtbar, ausgestellt, zugänglich.

Doch gerade dort, wo alles gezeigt wird, verbirgt sich oft das Wesentliche:

Gefühle hinter Masken: Lächeln, das Schmerz verbirgt. Höflichkeit, die Distanz wahrt.

Strukturen hinter Fassaden: Machtverhältnisse, die sich in Architektur, Sprache oder Ritualen verbergen.

Geschichten im Schatten: Wer wird gesehen, wer bleibt unsichtbar? Wer darf sprechen, wer wird übersehen?

Das Öffentliche ist oft eine Bühne. Menschen spielen Rollen – bewusst oder unbewusst:

Der Flaneur, der sich zeigt, aber nicht preisgibt.

Die Politikerin, die spricht, aber nicht sagt.

Der Künstler, der enthüllt, indem er verschleiert.

Das Verborgene liegt hier nicht im Versteckten, sondern im Übersehenen.

Es ist da – aber wir schauen vorbei.

Wie die Geheimnisse beim Zaubern. Ablenken um etwas zu machen.

Fragmente die das Verborgene zu umkreisen.

Das Öffentliche wird zur Oberfläche, die das Dahinter nur andeutet:

„Im Lärm der Plätze flüstert das Ungehörte.
Im Licht der Bühne tanzt der Schatten der Erinnerung.“

Vielleicht ist das Verborgene im Öffentlichen auch das, was nur in der Begegnung erscheint – im Blick, im Zwischenraum, im Moment der Resonanz.

Es ist nicht objektiv da, sondern entsteht im Dazwischen.

Vielleicht muss man sehen lernen um zu erkennen.

Über die Sehnsucht ein Hippie zu sein

Ich träume von barfüßigen Tagen,
von Haaren im Wind und Herzen im Takt,
von Gitarrenklängen am Feuer,
wo Worte wie Blumen wachsen dürfen.

Ich sehne mich nach dem Duft von Wilderness
und nach Gesprächen, die nicht enden müssen.
Nach einem Leben ohne Uhr,
ohne Ziel – aber voller Richtung.

Ich will tanzen,
nicht auf Bühnen, sondern auf Wiesen,
nicht für Applaus, sondern für das Leben selbst.

Ich will lieben,
nicht besitzen, sondern berühren,
nicht halten, sondern begleiten.

Ich will glauben,


an das Gute, das Wilde, das Sanfte,
an die Kraft der Umarmung,
an die Wahrheit im Blick.

Ich will ein Hippie sein –
nicht aus Nostalgie,
sondern aus Notwendigkeit.
Weil die Welt mehr Liebe und Lachen braucht
und weniger Lärm.

Eine Welt der Unbefangenheit, ohne Kriege und Konflikte,

an eine Erde in der alle friedlich miteinander umgehen.

Eine Welt in der man Ideale hatte, und,

die nicht desillusioniert wurden.

Und es lohnte sich für seine Ideale einzusetzen.

Es zählten nicht die anonymen Likes, sondern ein echtes Lachen.

Vielleicht möchte man einmal die ganze Welt auf den Kopf stellen,

damit das Schmollen zum Lachen werden kann, und,

Die Schattenseiten verschwinden wenn man sie mit Licht bestrahlt.

Das Leben ist keine Pflicht, es ist ein Geschenk,

Topografie des “Dahinter”

Ein zersplitterter Raum.

Erinnerungen, die sich nicht ganz zeigen.

Eingebettet wie in einem Feld aus Formen, Farben und Strukturen, die zugleich Halt und Irritation bieten.

Wenn die Gedanken an einem vorbei ziehen,

verlorene Mimik in einem Farbengeflecht.

Die Unaufhaltsamkeit des Seins spiegelt sich oft in einer Flut von Bildern,

die wir nicht zuordnen können.

Sie sind wie ein stiller Strom, der durch die Risse unserer Wahrnehmung fließt.

Man versucht immer wieder alles zu hinterfragen,

aber nicht alle Menschen.

Viele leben in einem “automatic mode”.

Alles läuft, man funktioniert, wie eine Maschine.

Vieles erscheint maskenhaft, nur nehmen wir das hinter den Masken nicht mehr wahr.

Es fehlt die Zeit.

Die vielen Regeln, Verpflichtungen schnüren ein Korsett, dass ein Überleben mit Oberflächlichkeit ermöglicht.

Das Tiefgründige bleibt verschlossen,

wir vergessen das wir ein Teil des Ganzen sind und auch Sorge tragen müssen verwurzelt und geerdet zu sein und gleichzeitig die auf uns einfließende Energie aufzunehmen.

Wir überleben in Oberflächen,
vergessen das Tiefe,
vergessen das Ganze.
Wir sind Wurzel und Wind.
Wir müssten Sorge tragen –
für das, was uns trägt.
Für das, was durch uns fließt.

Digitale Petroglyphen

Wie gehen wir mit unseren Ursprüngen um?

Unterbewusst verarbeiten wir sie.

Irgendwann hat jeder einmal die Steinzeitmalereien und Höhlenmalereien gesehen.

Wir tragen die Bilder in uns – unterbewusst, sedimentiert.
die Tiere, die Jäger, die Hände an der Wand.
Höhlen voller Atem, voller Zeichen.

Heute sind unsere Höhlen aus Beton.
Unsere Wände sprechen wieder.
In Farben, in Wut, in Sehnsucht, in Anklagen
Graffiti – moderne Felsmalerei.

Keine Chiffren.
Plakativ.
Einprägsam.
Botschaften, die nicht flüstern,
sondern rufen.

Es sind Geschichten, bildhafte Niederschriften.

Wir fotografieren sie mit dem Mobiltelefon und speichern diese digital ab, machen sie Beobachtern zugänglich.

Wände werden zum Gedächtnis.

Nicht Worte, sondern Gesten. Nicht Sätze, sondern Spuren.


Es sind Geschichten, die nicht gelesen, sondern gesehen werden wollen.


Bildhaft – nicht linear, sondern rhythmisch, eruptiv, fragmentarisch.

Diese Form der „Niederschrift“ ist älter als das Alphabet.

Sie ist körperlich, rituell, kollektiv.

Und sie ist heute wieder da – an Wänden, in Graffiti, in digitalen Collagen.

Eine Art visuelles Gedächtnisfeld, das zeigt, wie Menschen sich ausdrücken, bevor sie sprechen,

das in der Gegenwart weiterlebt – nicht als Nostalgie, sondern als lebendige Spur.

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Die Kosmologie der Erinnerungen

Innere Bewegung und kollektive Erinnerung oszillierend.

Fragmente eines Traums oder einer Geschichte, die sich nicht linear entfaltet,

sondern in Schichten, Überlagerungen und farblichen Resonanzen.

Es ist die Tiefe, jenseits von Rollen und Masken, die die Sozialisation einem aufprägt.

Das Leben ist mehr als ein Spiel von Identitäten auf einem Spielbrett oder Bühne in Kugelform namens Erde

Es ist fluide , formt sich im Zusammenspiel mit anderen.

Manchmal hat man das Gefühl wie in einem „Fragmentarium der Unbeschwertheit“ zu sein,

das die Leichtigkeit von Rollenspielen feiert.

Sternenstaub glitzern wie selbst Sterne oder Partikel im Raum.

Unsere Erinnerungen sind oft wie ein kosmisches Feld, in dem Figuren auftauchen, verschwinden, sich neu verbinden.

Erinnerungen sind vielschichtig, und alle zu erfassen entzieht sich unseren Möglichkeiten.

Sie sind einfach da, nicht in ihrer Komplexität, sondern einzeln, assoziierend, zufällig.

Vieles können wir nicht deuten.

Wenn die Träume zu Ende sind, versuchen wir oft zu rekonstruieren.

Man kann auch nur schwerlich wieder in seinen Traum, in die Erinnerung einsteigen.

Was wir gespeichert haben entzieht sich unserer Kenntnis.

Irgendetwas ist auf einmal da.

Manchmal ein ererbtes Trauma das durch eine Assoziation aktiviert wurde, dann wieder ein freudiges Ereignis;

und, man denkt an andere schönen Dinge seiner Vergangenheit.

Wie ein leiser Gang durch das Labyrinth der Erinnerungen, tastend, nicht erklärend.,

wie Schleiern der Vergangenheit, die sich manchmal lichten, manchmal verdichten.

Erinnerungen sind nicht wie ein Besitz, sondern wollen als Besuch in dem Erlebten verstanden werden.

Manches wirkt wie Erinnerungsreste, wie Traumgestalten, die sich nicht festhalten lassen.

Dann wieder vergisst sich die Erinnerung selbst.

Spielerisch könnte man die Erinnerung auf Spielkarten schreiben,

dann eine Erinnerung, die nicht deutbar ist, ziehen, versuchen zu deuten, was der Moment, der einfach da war, erzählen möchte.

Die schönsten Erinnerungen kommen wenn wir uns in die Natur begeben, in das Ursprüngliche, uns den Wurzeln des Seins, dem Boden, auf dem wir stehen, der Natur, nähern.

Die schönsten Erinnerungen
kommen nicht, wenn wir sie rufen.
Sie steigen auf,
wenn wir schweigen,
wenn wir barfuß gehen,
wenn wir uns dem Moos anvertrauen
und dem Wind erlauben,
unsere Gedanken zu zerzausen.

Sie sind nicht laut,
nicht vollständig,
nicht logisch.
Sie sind wie das Licht,
das durch Blätter fällt —
beweglich,
gebrochen,
wahr.

Im Schatten eines Baumes
kann ein Lächeln aus Kindertagen
plötzlich wieder da sein.
Nicht als Bild,
sondern als Wärme.

Von der Enge zur Ekstase

Man hat manchmal das Gefühl einfach losträumen zu wollen, sich in ein visuelles Fragmentarium – ein Spiel aus Formen, Farben und inneren Zuständen begeben zu wollen.

Die Gedanken, Erinnerungen oder emotionale Marker, sollen sich in einem rhythmischen Chaos ordnen lassen,

das Echo einer verlorenen Mimik hören und sehen, die Fragment der eigenen Identität finden.

Das Dahinter, die Spannung zwischen Struktur und Gefühl, das Spiel mit Ordnung und Zerfall ist wie eine „Geometrie der Erinnerung“ oder „Figuren im Schleier“.

Es ist der Wille, sich aus dem engen Gewebe des Alltags herauszulösen, um seinen eigenen Weg zu finden.

Frei zu sein, obwohl man in Grenzen lebt.

Das Korsett der Routinen, Erwartungen, Strukturen – bunt umgestalten, elastisch machen.

Das Leben ist durchzogen von Farbe, Bewegung, Licht.

Alle Bilder können in den Träumen atmen.

Die Unbeschwertheit zeigt sich nicht als naive Flucht, sondern als ein Aufbrechen, ein Sich-Zeigen, ein Werden.

Vielleicht sollte man denken:

Ich bin nicht das Zentrum, ich bin der Riss.
Ich bin nicht die Form, ich bin das Flimmern.
Ich bin nicht das Korsett, ich bin der Tanz.
Und ich finde – nicht den Weg, sondern das Gehen.

Risse sind sind kein Fehler, sondern Übergänge, Abgrenzungen, der Anfang von etwas Neuem.

Unser Lächeln scheint zu oft genormt zu sein, suggeriert von den sozialen Medien, den vielen Werbespots.

Lieber das unbeschwerte vom Herzen kommende Lachen zulassen

Unter der eigenen Haut ist eher ein Zittern, das tanzen will, und das sollte man zulassen.

In unseren Träumen kann man das tun und testen was man wirklich möchte, Dinge, die außer einem selbst niemand sieht.

Träume sind das Testlabor der Möglichkeiten.

Von der Meditation bis zur Ekstase.

Es erlaubt zu Tanzen obwohl man physisch in einem Rollstuhl sitzen könnte und trotz aller Rationalität emotional Ekstatisches zulassen zu können.

Man ist nie das Zentrum, nur der Durchgang zwischen Natur und künstlich Geschaffenem, auch nicht das Ziel.

Das Gehen ist das Ziel, das im Fortbewegen uns den Platz im Gefüge finden lässt.

Man ist der Wind in einem Gefüge.

Die Bewegung können aber auch zu einer Flaute führen.

Und, ein Lächeln ist immer der Antrieb nicht stehen zu bleiben.

Goldene oder blecherne Zeiten?

Vielleicht sollte man so ab und zu Resonanzräume öffnen, in denen sich mögliche Zukünfte spiegeln.

Wo gehen wir hin?

Goldene Zeiten entstehen nicht von selbst.

Sie sind kein Geschenk, sondern eine kollektive Entscheidung.

Wenn wir sie wollen, müssten sie so aussehen:

Resonanz statt Reizüberflutung.

Weniger digitale Dauerbeschallung, mehr echte Begegnung.

Räume, in denen Stille wieder spricht.

Technik als Werkzeug, nicht als Welt.

Die nachdigitale Zeit könnte eine sein, in der wir die Technologie wie ein Pinsel führen – nicht wie ein Algorithmus, der uns führt.

Wertschätzung des Endlichen.

Gold glänzt nicht durch Überfluss, sondern durch Tiefe.

Vielleicht wird das Seltene, das Langsame, das Handgemachte wieder zum Maßstab.

Jetzt ist Gold Spielmasse, Wertanlage, die man ins Jenseits nicht mitnehmen kann.

Gemeinschaft ist jenseits der Plattformen.

Nach der digitalen Vereinzelung könnte eine neue Form von Nähe entstehen – analog, lokal, verwoben mit der Welt.

Was passiert wenn wir uns verlieren?

Vielleicht blecherne Zeiten

Blecherne Zeiten sind nicht nur von Mangel geprägt, sondern von Entfremdung.

Hypervernetzt, aber innerlich leer.

Alles miteinander verbunden, aber nichts berührt mehr.

Die Welt wird zur Datenkulisse.

Nicht nur Energie wird knapp, sondern auch der Sinn des Lebens.

Wir scrollen durch das Leben, ohne es zu leben.

Wenn Algorithmen unser Denken übernehmen, wird das Menschliche zur Störung, Verantwortung geht verloren, ist outgesourced.

In der blechernen Zeit wird das Vergessen zur Norm – nicht aus Demenz, sondern aus digitaler Überlagerung.

Was kommt nach der digitalen Hochphase? Vielleicht kein „danach“, sondern ein “dazwischen”, ein Wandlungsraum.

Vielleicht kommt eine digitale Askese.

Ein bewusster Rückbau, nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern aus Sehnsucht nach Tiefe.

Netzwerke, die nicht nur Daten, sondern Bedeutung transportieren.

Vielleicht ein „Fragmentarium“ des kollektiven Erinnerns.

Eine kulturelle Rückbindung könnte Mythen, Ritualen, Geschichten wiederentdecken– nicht als Nostalgie, sondern als Navigationshilfe.

Eine neue Ethik des Sehens, Hörens, Sprechens gäbe die Option nicht mehr alles gleichzeitig zu tun, sondern das Richtige im richtigen Moment.

Vielleicht ist die Frage der Zukunft nicht: Welche Zeit kommt?
Sondern: Welche Zeit lassen wir durch uns hindurch entstehen?