Ich male, weil das Leben sich nicht in Worten erschöpft. Ich schreibe, weil das Bild allein nicht genügt. Jeden Tag ein Versuch: das Unsichtbare sichtbar zu machen, das Flüchtige zu halten, das Erschöpfte in Schönheit zu verwandeln.
Meine Bilder sind keine Antworten. Sie sind Fragen, die sich selbst stellen. Sie sind Orte, an denen das Denken Farbe annimmt und das Fühlen Form bekommt.
Ich glaube an die Kraft der Wiederholung, nicht als Routine, sondern als Widerstand. 4200 Texte, 7000 Bilder— nicht als Zahl, sondern als Zeugnis eines Lebens, das sich nicht abfindet.
Ich male, um zuzulassen. Ich schreibe, um zu warten. Ich veröffentliche, um zu erinnern: dass Kunst ein täglicher Akt der Selbstbestimmung ist.
Wem diese gefallen und mein Blog, den bitte ich das weiter zu teilen und mir zu helfen einen Verlag oder Zeitung, Medien zu finden, die mir helfen dieses weiter zu tun.
Das Leben zeigt jeden Tag sein visuelles Gedicht, seinen vielstimmiger Chor aus Formen, Farben und Zeichen.
Alles lebt.
Geometrischen Strukturen und stilisierten Gesichter scheinen nicht einfach nur dekorativ, sondern wie Fragmente einer inneren Sprache, die sich zwischen Erinnerung und digitaler Gegenwart bewegt.
Weiße Markierungen erinnern uns an Runen oder codierte Botschaften.
Zebrastreifen, Fahrbahnmarkierungen, Trennlinien, die wenn sie unterbrochen sind, auch ein Signal abgeben.
Bilder selbst verbergen und offenbaren zugleich.
Die Monotonie des Mainstroms, immer das Gleiche, im TV, in Medien , mit sich immer wiederholenden Themen, Gender und Krieg, nervt, ermüdet, verschreckt.
Dagegen sollte man lieber ein „Manifest in Farbe“ setzen, ein Widerstand gegen das Glatte, das Vorhersehbare oder einfach so interpretierte..
Es ist ein tägliches „Zulassen“ der Komplexität, den Brüchen und Überlagerungen.
Vielleicht brauchen wir Gedächtnisfelder Nicht das Gedächtnis als Archiv, sondern als lebendige, flackernde Präsenz, die das verarbeitet, was wir täglich erleben.
Abstrahieren, geometrischen Formen sind wie Gedanken, die sich nicht fügen wollen – sie stoßen aneinander, überlagern sich, fliehen ins Offene.
Die Splitter von Identität, Fragmente von Begegnungen ordnen? Aber tun wir das?
Die Spiegelungen analysieren, das, was von uns bleibt, wenn wir uns in der Welt verlieren und wiederfinden.
Die Welt ist nicht monoton, sie ist mehr als bunt.
Farben sind lebendig, können widersprüchlich sein.
Die Mode lebt davon.
Manche tragen T Shirts mit speziellen Aussagen darauf, so wie “Macht, macht nichts”.
Oder Krawatten mit Mustern und Tieren, Broschen, die alle etwas aussagen, so, wie der Madeleine Albright.
So, wie ein Stier, wenn man in eine Verhandlung geht, oder ein Schmetterling, wenn man darüber zu schweben signalisieren möchte.
Farben sind wie eine emotionale Topografie.
Zonen der Hoffnung, der Erschöpfung, der Sehnsucht.
Dazwischen weiße Zeichen, wie Versuche, Ordnung zu stiften, aber sie sind keine Regeln – eher Spuren eines inneren Navigierens.
Uns bleibt das ein Atlas des Zulassens zu kartografieren, eine, der zeigt was geschieht wenn man nicht mehr kontrolliert, sondern nur noch empfängt.
Freiheit ist sich in seinen mentalen Atlas mit seiner inneren Uhr und Kompass in Einklang zu bringen.
„Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ , so heisst Marcel Prousts monumentales Romanwerk, das zwischen 1913 und 1927 in sieben Bänden erschien.
Der Roman kreist um die „mémoire involontaire“ – das unwillkürliche Erinnern, etwa ausgelöst durch den berühmten Madeleine-Moment.
Dieses Erinnern wird zur poetischen Methode, um die Vergangenheit zu rekonstruieren.
Jede Entscheidung die man tätigt, schließt andere Möglichkeiten aus.
Das erzeugt oft ein Gefühl von Verlust.
Wir neigen dazu, die verpasste Option zu verklären und uns vorzustellen, dass sie besser gewesen wäre.
Aber ein ” was wäre gewesen wenn..” ist unumkehrbare Geschichte,
oft mit gescheiterten oder enttäuschten Hoffnungen, Sehnsüchten oder Beziehungen verknüpft.
Verpasste Chancen gehören zum Leben.
Sie machen unsere Geschichte einzigartig.
Manchmal zeigt sich später, dass eine „verpasste“ Möglichkeit gar nicht so ideal gewesen wäre.
Das Zeitverständnis in “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” ist nicht linear, sondern zirkulär, durchzogen von Erinnerungsschleifen, Verzögerungen, Verfehlungen – und eben auch von verpassten Chancen.
Diese verpassten Gelegenheiten sind nicht bloß bedauerliche Zufälle, sondern Ausdruck einer existenziellen Wahrheit,
Das Leben erschließt gänzlich sich sich oft erst im Rückblick,
während es im Moment selbst an uns vorbeizufließen scheint.
Viele Momente des Lebens – Begegnungen, Lieben, Möglichkeiten zur Erkenntnis, berufliche Chancen blieben ungenutzt,
weil man diese im Augenblick des Geschehens nicht als bedeutungsvoll erkannte.
Erst durch die mémoire involontaire, das unwillkürliche Erinnern, wird das Verlorene wieder greifbar – nicht als Wiederholung, sondern als Verwandlung.
Die Weichenstellungen des Schicksals wollten einen anderen Weg weisen,
einen, mit allen völlig anderen Folgekonsequenzen.
„Die wahre Entdeckung besteht nicht darin etwas zu versuchen mit anderen Augen zu sehen.“
Die verpassten Chancen werden nicht ungeschehen gemacht, aber sie werden umgewandelt in eine Erkenntnis.
Was wäre, wenn wir das Leben nicht als eine Kette von Entscheidungen sehen,
sondern als ein Gewebe aus Resonanzen ,
manche laut, manche leise, manche erst Jahre später oder manchmal erst im Alter und der mentalen Retroperspektive hörbar?
Dann wären verpasste Chancen nicht das Ende, sondern verzögerte Anfänge.
Denkt man an Zeit assoziiert man Zeit, Zeitenwende, Zeitdruck, zeitlos.
Uhren sind oft ein Symbol für Zeit, Präzision oder vielleicht auch Kontrolle.
Ihre mechanischen Details wirken fast wie ein Herzstück des gesamten Werks.
Die Zeit ist mehr als eine Uhr.
Legt man die Uhr ab, läuft die Zeit trotzdem weiter, egal in welche Sequenzen man sie einteilt.
Zeit ist da und vergeht und ist dann ein” es war”.
Sie ist das unsichtbare Gewebe des Seins.
Zeit ist ein Paradoxon.
Allgegenwärtig und doch nicht greifbar.
Wir messen sie, strukturieren sie, versuchen sie zu kontrollieren – und dennoch entgleitet sie uns ständig.
Die Uhr, ob Sanduhr, Turmuhr oder digitale Anzeige, ist unser Versuch, dem Flüchtigen eine Form zu geben.
Doch die Zeit selbst bleibt davon unberührt.
In einer Zeitenwende schreibt sich Geschichte neu.
Zeitdruck ist das Gefühl, von ihr gejagt zu werden.
Zeitlosigkeitist der Zustand, in dem wir ganz im Moment aufgehen,
in dem das Jetzt sich ausdehnt, die Minuten ihre Bedeutung verlieren und wir ganz in der Gegenwart aufgehen
Die mechanischen Details einer Uhr – Zahnräder, Federn, Pendel – erinnern an ein Herz, das schlägt, aber nicht lebt.
Zeit und die Uhr als Symbol für Präzision, aber auch für unsere Sehnsucht, Ordnung ins Chaos zu bringen.
Es gibt nur wenige Momente in denen wir den Kampf gegen die Zeit gewinnen können.
Dann, wenn es um Sekunden geht, die über Leben und Tod entscheiden.
Aber es sind die Momente , in denen das Schicksal und keine Uhr oder blosse Zeit entscheidet.
Die Zeit kann eine Last sein.
Wir rennen, planen, takten, als könnten wir ihr entkommen.
Doch sie bleibt uns immer einen Schritt voraus.
Sie zeigt uns die Grenzen unserer Kontrolle, ihre stille Macht.
Es ist das Oszillieren zwischen Technik und Transzendenz.
Der Kampf gegen die Zeit ist ein uraltes Drama, das jeder Mensch kennt.
Manchmal läuft man ihr hinter her
Es ist kein Kampf mit Schwertern, Schilden oder Raketen, Drohnen, sondern mit Kalendern, Uhren und dem stetigen Ticken, das uns daran erinnert, dass alles vergänglich ist..
Ein ständiges Voranschreiten durch Erinnerungen, Erfahrungen und Orte.
Jeder Schritt ist ein Echo der Vergangenheit, ein Abdruck in der Gegenwart und ein Vorgriff auf die Zukunft.
Wir wandeln durch das Leben, beeinflusst von Erinnerungen, von Sehnsucht, Neugierde und den vielen Möglichkeiten.
Wir wandeln, manchmal etwas um, verändern.
Wandeln im Schlaf, wie in Trance, nicht jeden Schritt realisierend
In der Welt der Science-Fiction ist das Wandeln durch Zeit und Raum ein zentrales Motiv – von Zeitreisen mit Maschinen bis zu Wurmlöchern, die einem an ferne Orte bringen können.
Wie bei „Doctor Who“, „Interstellar“ oder „Dark“, ” Star Gate “– Geschichten, in denen Zeit und Raum biegsam werden.
Physikalisch betrachtet ist die Raumzeit ein vierdimensionales Konstrukt, in dem wir uns ständig bewegen – durch den Raum in drei Dimensionen und durch die Zeit in einer.
Die Relativitätstheorie zeigt, dass Raum und Zeit miteinander verwoben sind,
und dass eine Bewegung durch den Raum auch die Zeit beeinflusst.
Wenn man sich selbst beim Wandeln durch Zeit und Raum als nicht handelndes Subjekt, sondern als reines Wahrnehmungsorgan versteht, entsteht eine fast meditative Perspektive auf das Dasein.
Es bleibt nicht viel Platz Subjekt zu sein, nur in seinem direkten Umfeld, eher sind wir Objekt im Fluss der Geschichte.
Nur Weniges können wir umwandeln, und nicht allen Menschen gelingt es sich im Lauf der Zeit zu wandeln, so, wie Saulus zum Paulus.
Oft versuchen wir etwas abzuwandeln.
Der Rahmen unseres Handeln ist gesteckt.
Es ist, als würde man sich selbst auflösen – nicht im Sinne von Verlust, sondern im Sinne von Verschmelzung mit dem, was ist.
Es ist wie eine mystische oder kontemplative Traditionen – etwa im Zen-Buddhismus oder in der Phänomenologie.
Dort wird das „Ich“ nicht als Zentrum des Handelns verstanden, sondern als offenes Feld der Erfahrung.
Man ist nicht der Akteur, sondern der Spiegel, in dem sich Welt zeigt.
So sind wir in irgendeiner Weise Wandelnde im Lauf der Zeit.