
Ein Perspektivwechsel bedeutet, eine Situation bewusst aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Statt ausschließlich der eigenen Wahrnehmung zu folgen, werden die Sichtweisen anderer Menschen einbezogen.
Die der Kollegen, Freunde, Kunden oder auch unbeteiligte Beobachter.
Dadurch entstehen neue Impulse für Aufgaben, Entscheidungen und Problemlösungen.
Was zuvor selbstverständlich erschien, kann plötzlich in einem anderen Licht erscheinen.
Perspektivwechsel bedeutet jedoch nicht, sich dem Mainstream anzupassen.
Im Gegenteil:
Er kann helfen, scheinbare Gewissheiten zu hinterfragen.
Eine Meinung wird nicht automatisch richtig, nur weil sie vielfach wiederholt oder bestätigt wird.
Jede Überzeugung ist zunächst nur der Blick aus einem bestimmten Fenster.
Erst durch andere Perspektiven wird sichtbar, was außerhalb des eigenen Blickfeldes liegt.
Vielleicht besteht Erkenntnis weniger darin, Antworten zu finden, als immer wieder das Fenster zu wechseln, durch das wir auf die Welt schauen.
Die Welt aus anderen Augen zu betrachten, klingt jedoch einfacher, als es ist.
Unsere Wahrnehmung basiert auf den eigenen Erfahrungen, den Erwartungen und den ansozialiserten Verhaltensweisen,
in der Folge den daraus entstandenen Denkmustern.
Nur ein Blick kann verengen.
Im mentalen Autopiloten greifen wir bevorzugt auf bekannte Erklärungen zurück, statt jedes Ereignis vollkommen neu zu bewerten.
Informationen können unterschiedliche wahrgenommen werden und landen in Denkschubladen.
Erst der Perspektivenwechsel erzeugt Kreativität.
Eine Aussensicht wirkt gegen die eigene mentale Betriebsblindheit.
Einfach einmal alles auf den Kopf stellen.
So wird aus dem ärgerlich Emoji ein Smiley