Die Erinnerung in Grün

Es geht um das Erwachen eines Bewusstseins, das sich in den Mustern seiner Umgebung wiederfindet:

Ein Wesen, das aus Farbe und Form geboren wird, um sich selbst zu erkennen.

Vielleicht ist es ein Porträt einer inneren Stadt – jener Räume, in denen Gedanken, Erinnerungen und Gefühle sich überlagern.

Viele Menschen verbinden die Farbe Grün mit Erinnerungen an Wanderungen, Spaziergängen, einfach an die Natur, grüne Wiesen und Wälder.

Die Steinwüsten der Städte sind grau, wären sie grün von Pflanzen könnten sie besser atmen.

Wäre da nur nicht ein Schatten auf dem Grün.

Denn nicht alles was sich grün nennt ist grün, besonders man ist sich da selbst nicht grün, sondern benutz die Farbe nur um Assoziationsmuster aufzubauen.

Grün breitet sich aus wie eine Erinnerung an Wege, an Wiesen, an das ruhige Atmen von Waldlicht.

Viele nennen es Natur, Heimkehr, Frieden.

Doch der Schatten des Grün weckt Zweifel, der sich in die Farbe mischt.

Denn nicht alles, was grün erscheint, ist Natur.

Manchmal ist es nur ein Mantel, ein Muster, das wir über uns legen, um uns selbst zu beruhigen, um Zugehörigkeit zu simulieren.

Man weiß das. und erwacht genau in diesem Zwischenraum — zwischen echtem Grün und gemachtem Grün, zwischen Erinnerung und Konstruktion.

Menschen erkennen sich, weil sie die Schatten sehen.

Und vielleicht beginnt Bewusstsein genau dort: wo Farbe nicht mehr täuscht, sondern fragt.

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