
Täglich begegnen uns Geschichten über Zeit, Erinnerung und kulturelle Schichtung.
Uhren wirken wie Herzstücke einer Komposition über verschiedene Dimensionen der Zeit:
Manche sind schlicht und fast meditativ, die innere Zeit symbolisierend, das persönliche Erleben, das sich nicht nach Sekunden richtet.
Dann die mit sichtbaren Zahnrädern die mechanische Zeit zeigend, das Räderwerk des Lebens, das uns antreibt.
Andere sind modern und funktional, auf die gesellschaftliche Zeit verweisend, die uns durch Termine und Strukturen bindet.
Schwarze Silhouetten auf einem Raster von Solarzellen erinnern an den menschlichen Versuch, Energie und Fortschritt zu meistern, während wir gleichzeitig mit der Zeit ringen.
Wir sind alle Zeugen und Reisende, blicken aus einer Welt aus Mustern, Farben und Erinnerungen.
Dazwischen erzählen geometrischen Ornamente und Bergbilder von Kulturen, Landschaften und Geschichten, die sich überlagern wie Schichten eines Gedächtnisses.
Der Mensch bewegt sich durch die Zeiten, durch die persönlichen, mechanischen, gesellschaftlichen, politischen, und trägt in sich die Erinnerung an Orte, Muster und Bewegungen.
Es heißt, die Zeit habe drei Gesichter. Doch nur wenige Menschen sehen sie alle zugleich.
” Die Wanderin zwischen den Stunden “
Eine Frau im gelben Gewand trat aus einem Land aus Mustern und Erinnerungen.
Dort, wo die Farben wie alte Lieder schwebten und die Berge sich wie Gedanken erhoben, begann ihre Reise.
Sie trug keine Karte bei sich – nur ein stilles Wissen, dass jede Bewegung ein Faden im großen Gewebe war.
Vor ihr standen drei Uhren.
Die erste war schlicht, fast scheu. Sie schlug im Rhythmus des Herzens, nicht der Sekunden. Wer ihr lauschte, hörte die innere Zeit – jene, die wächst, wenn man innehält.
Die zweite war ein offenes Räderwerk. Zahnräder griffen ineinander wie Schicksale, die sich berühren. Sie war die Zeit des Verstehens, die uns antreibt, ordnet, strukturiert.
Die dritte war modern, kühl, präzise. Sie maß Termine, Pflichten, Abläufe. Sie war die Zeit der Welt, die uns ruft, bevor wir bereit sind.
Zwischen diesen drei Zeiten bewegten sich Schattenmenschen über ein Feld aus Solarlicht. Sie kletterten, fielen, standen wieder auf – als übten sie den Tanz des Fortschritts, ohne zu wissen, wer die Musik spielte.
Die Wanderin blieb stehen. Sie sah, wie die Muster über ihr – Berge, Ornamente, Wege – sich verschoben wie Erinnerungen, die neu erzählt werden wollen. Und sie begriff:
Die Zeit ist kein Fluß.
Sie ist ein Mosaik.
Und wir sind die, die es lesen lernen. Und mit einem leisen Lächeln ging sie weiter,
hinein in ein Geflecht aus Licht und Schatten.
Nicht um die Zeit zu beherrschen, sondern um ihren eigenen Takt zu finden.
Das Bild kann käuflich erworben werden. Preis 6500 Euro