
Die Spannung zwischen Identität und Auflösung, zwischen Gesicht und Gefüge, zwischen Ich und Welt scheint allgegenwärtig zu sein.
Was ist ein Selbst überhaupt wenn es in Ströme, Muster, Kräftefelder eingebettet wird.
Ein Selbst ist nicht etwas Abgeschlossenes, sondern Relation, Prozess, Durchgang.
Heraklitisch – alles fließt, auch das Gesicht. Identität ist ein Strom, kein Block.
Phänomenologisch – das Selbst, die eigene Identität, erscheint immer in einem Feld von Eindrücken, Farben, Bewegungen.
Poststrukturalistisch – das Subjekt ist kein Zentrum, sondern ein Knotenpunkt in einem Netz von Kräften und Zeichen.
Wir sind alle Teil eines vibrierenden Systems.
Die Player sind die anderen Menschen, die Umstände, die Umgebung, die Natur, die unzähligen Zufälle des Lebens, die nichts berechenbar machen.
Wenn wir jung sind können wir uns ncht vorstellen was wir tun, machen, denken wenn wir älter sind.
Der Mensch ist nie fertig.
Das ist kein Mangel an Vorstellungskraft – es ist die Struktur des Lebens selbst.
Wir können uns nicht vorstellen, wer wir sein werden, weil wir noch nicht die Kräfte kennen, die uns später prägen werden.
Der Wandel ist kein Verlust, sondern einfach ein neuer Weg, nicht fertig, offen, beweglich, nicht fixiert.
Philosophisch ist das eine Haltung der radikalen Offenheit: Identität ist ein Prozess, der sich ständig neu konfiguriert.
Es ist ein Selbst, das nicht festgehalten werden will – und gerade dadurch authentisch wird.
Vielleicht ist das Selbst nicht das, was bleibt, wenn alles andere sich verändert.
Vielleicht ist das Selbst genau diese Veränderung.
Nur der Rahmen in dem sich alles bewegt, der innere Kompass, die eigene Werteordnung, Ziele, die man sich steckt sind sind die Konstanten im Spiel des Lebens.
Und, alles hat seine Spielregeln.
Nur für die Verstösse muss man am Ende einstehen.