Stadtmoment

Stadtmoment ohne Schwere.

Trotz des Chaos bleibt etwas Spielerisches, fast Unbeschwertes.

Nicht alle Menschen beeilen sich, es fliesst alles .

Manchmal muss man inmitten all dem alltäglichen Trubel Ruhe finden .

Zwischen den Häusern, die sich manchmal wie schiefe Gedanken aneinander lehnen,

gehen die Menschen, leicht wie Linien,

und man wünscht sich dass man die Schwerkraft für einen Moment vergessen könnte.

Farben zeigen sich rot und blau, wie kleine wandernde Innenräume, offen für alles, was der Tag ihnen zuflüstert.

Betrachtet man die Natur sieht man Vögel die Striche in den Himmel ziehen,

kurze Notizen des Windes, der sagt: Beweg dich, aber ohne Eile.

Die Stadt ist ein Teppich aus Geräuschen, Farbflecken, unfertigen Geschichten.

Doch sie gehen, nicht gegen etwas, sondern hinein — in dieses vibrierende Durcheinander, das plötzlich weich wird, wenn man es nicht festhalten will.

Und so entsteht ein Moment, der niemandem gehört: ein stilles Einverständnis einer atmenden Stadt und dem offenen Raum dazwischen.

Ein Fensterblick, der sich selbst nicht erklären muss.

Nur leider wird dies zu oft vernachlässigt.

Würden wir unsere Steinwüsten begrünen,

hätten wir mehr Luft zum atmen und die Stadt wäre kein Fremdkörper in der Natur.

Diese könnte sich wie ein schützendes Netz über diese legen.

Wir wären ” eins” mit der Natur, mit dem was uns trägt.

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