Der Atlas der flüchtigen Gesten

Vielleicht ist ein solcher Atlas eine Überforderungskarte.

Wir leben in einer Zeit, in der Eindrücke wie Funkenregen auf uns niedergehen.

Nicht alles lässt sich mit Tiefe sehen — das wäre unmenschlich.

Aber man spürt dennoch, dass etwas verloren geht, wenn alles nur noch vorbeizieht wie ein Strom aus Signalen.

Ein Atlas ist eigentlich ein Versuch, Ordnung zu schaffen.

Doch hier ordnet man nicht Länder, sondern Bewegungen, Blicke, Mikrogesten, die kaum bleiben wollen.

Ein Atlas des Unfassbaren., das Skizzieren der Kunst des Wahrnehmens.

Man kann nicht alles mit Tiefe sehen — aber man kann erfassen, was geschieht.

Das ist eine andere Form von Tiefe.

Eine, die nicht in jedes Detail hinabtaucht, sondern die Strömungen spürt,

die Muster, die Resonanzen.

Vielleicht ist das sogar die zeitgemäße Form von Aufmerksamkeit.

Nicht alles durchdringen, aber das Wesentliche nicht verlieren.

Es ist ein Raster voller Bewegungen, Blicke, urbaner Rhythmen.

Keine einzelne Seite verlangt totale Aufmerksamkeit.

Aber zusammen erzählen alle von einer Welt, die gleichzeitig zu viel und zu wenig ist,

zu laut und zu flüchtig,

und doch voller Bedeutung, wenn man sie als Ganzes betrachtet,

den Planeten Erde mit allem was darauf, darin und darüber ist.

Das Bild kann erworben werden. Gebote an die E Mail bei Kontakte. Der Erlös wird für soziale Projekte verwendet

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