Gesichter im Datenstrom

Ein Echo im digitalen Zeitalter.

Die Menschen sind noch da, im Hintergrund.

Menschliche Züge im Interface.

Gesichter, die sich aus einem chaotischen, strukturierten Hintergrund herauslösen oder darin verschwinden.

Sie scheinen zu sprechen, zu schweigen, zu beobachten – aber in einem Raum, der von Symbolen und Systemen durchzogen ist.

Wenn nur die Lippen sprechen, doch die Umgebung stumm, technisch, kontrolliert bleibt, was ist dann?

Ein Hauch von Seele wirkt in einer strukturierten Welt wie Goldstaub.

Was vergeht, was bleibt im Dialog zwischen Mensch und System.

Gesichter wirken wie Avatare – reduziert, abstrahiert, fast entmenschlicht.

Algorithmisch vernetzte Bildkulturen in denen unsere lebendigen Gesichter zu körperlosen Masken werden.

Massenhaft digital erfasst und statistisch ausgewertet,

lassen sie sich als immaterielle Datenmuster nahezu beliebig vom Körper ablösen.

Ein KI Generator vermag alle Gesichter in jedwede andere Variation zu verwandeln.

Wer weiss denn genau was eine Fake ist oder nicht?

Letztlich nur man selbst.

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