
Ein Sprung aus der Tiefe des Alltags in eine andere Schicht der Bedeutung.
„Ein Fisch kommt selten allein“.
Fragment der Unbeschwertheit“ – leicht, verspielt, aber mit Tiefe.
Ein Fisch kommt selten allein.
Immer schwimmt ein Schatten mit.
Oder ein Wunsch.
Oder ein zweiter Gedanke.
Ein Mann sitzt am Ufer.
Er wirft die Angel aus, aber hofft nicht auf Beute – sondern auf Gesellschaft.
Der erste Fisch zappelt, glänzt, schweigt. Dann kommt der zweite. Und der dritte ist ein Gedanke, der bleibt.
Fische sind wie Erinnerungen, die plötzlich auftauchen – selten allein, oft in Schwärmen.
Ein Gedanke zieht den nächsten nach sich.
Ein Bild ruft ein anderes.
Und plötzlich ist man mittendrin im Ozean des Dahinter.
Probleme bleiben oft, bis sie gelöst sind.
“Ein Unglück kommt selten allen” betrifft nur die Häufung von unangenehmen Ereignissen, die in der Wahrnehmung vergrößert wird, und vorübergehend bleibt.
Die Fische hingegen schwimmen weiter, sie sind im Wasser frei.
Und wenn einer auftaucht, folgen oft weitere – sei es im wörtlichen Sinn (ein Fischschwarm) oder im übertragenen (Gedanken, Erinnerungen, Gefühle).
Der Fisch ist ein Symbol für das Unbewusste, das Verborgene, das Dahinter.
Fische kommen irgendwo her und schwimmen irgendwo hin.
Gedanken, die in Ketten sind, oder Erinnerungen, die sich gegenseitig heraufbeschwören, können sich befreien, schwimmen.
Vielleicht ist das geflügelte Wort ” ein Fisch kommt selten allen” auch ein augenzwinkernder Kommentar auf Situationen, in denen man mehr bekommt, als man erwartet hat – beim Angeln, beim Kochen, im Leben.