
Wie gehen wir mit unseren Ursprüngen um?
Unterbewusst verarbeiten wir sie.
Irgendwann hat jeder einmal die Steinzeitmalereien und Höhlenmalereien gesehen.
Wir tragen die Bilder in uns – unterbewusst, sedimentiert.
die Tiere, die Jäger, die Hände an der Wand.
Höhlen voller Atem, voller Zeichen.
Heute sind unsere Höhlen aus Beton.
Unsere Wände sprechen wieder.
In Farben, in Wut, in Sehnsucht, in Anklagen
Graffiti – moderne Felsmalerei.
Keine Chiffren.
Plakativ.
Einprägsam.
Botschaften, die nicht flüstern,
sondern rufen.
Es sind Geschichten, bildhafte Niederschriften.
Wir fotografieren sie mit dem Mobiltelefon und speichern diese digital ab, machen sie Beobachtern zugänglich.
Wände werden zum Gedächtnis.
Nicht Worte, sondern Gesten. Nicht Sätze, sondern Spuren.
Es sind Geschichten, die nicht gelesen, sondern gesehen werden wollen.
Bildhaft – nicht linear, sondern rhythmisch, eruptiv, fragmentarisch.
Diese Form der „Niederschrift“ ist älter als das Alphabet.
Sie ist körperlich, rituell, kollektiv.
Und sie ist heute wieder da – an Wänden, in Graffiti, in digitalen Collagen.
Eine Art visuelles Gedächtnisfeld, das zeigt, wie Menschen sich ausdrücken, bevor sie sprechen,
das in der Gegenwart weiterlebt – nicht als Nostalgie, sondern als lebendige Spur.
PLEASE SHARE THANK YOU