Das scheinbare Unscheinbare

Ein poetisches Rätsel, das einlädt, genauer hinzuschauen.

Es trägt Tiefe in sich:

Die Dinge, die auf den ersten Blick nicht auffallen, die stillen Momente, die leisen Gesten – oft sind sie es, die unser Leben am stärksten berühren.

Eine poetisch-philosophische Interpretation dieses Begriffs:

Es ist das Blatt, das still vom Baum fällt, nicht der Sturm, der laut tobt.

Der Blick, der ohne Worte spricht, nicht der Ruf, der sich erhebt.

Es ist die Stille zwischen den Tönen, das Licht am Rand des Morgens, der Duft des Regens auf warmem Stein – nicht das Spektakel, sondern das Sein.

Das scheinbare Unscheinbare ist der Raum, in dem das Wesentliche wohnt.

Es wartet nicht auf Beachtung – aber wer es sieht, sieht mehr.

“Im Schatten eines alten Steins, wo Moos sich heimlich niederlegt, versteckt sich still, ganz ohne Glanz, was niemand sucht – und doch bewegt.

Ein Tropfen, der vom Blattrand fällt, ein Lächeln, das kein Echo hat, ein Windhauch, der den Raum durchquert und flüstert, was kein Mensch je tat.

Es ist das leise Zwischenspiel der Welt, die sonst so laut erscheint, wo jedes Funkeln, jedes Ziel oft nur das Oberflächliche meint.

Doch wer verweilt, wer wirklich sieht, entdeckt in all dem kleinen Kreis die Größe, die in Tiefe liegt – einen leisen Glanz, verborgen, nur für den Sehenden sichtbar.”

Das scheinbar Unscheinbare lebt oft in einer tiefen Bescheidenheit.

Es drängt sich nicht auf, verlangt keine Bühne, sondern bleibt im Hintergrund.

Bescheidenheit ist die stille Würde, die nicht gesehen werden muss, um zu bedeuten.

Man könnte sagen:

Die Bescheidenheit ist wie ein stiller Begleiter des Wesentlichen.

Sie erlaubt den Dingen, für sich selbst zu sprechen – ohne Lautstärke, ohne Ego.

Und oft ist es gerade diese Zurückhaltung, die Tiefe, Echtheit und Größe offenbart.

Leider hat die Welt das vergessen uns zu lehren.

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Das scheinbare Unscheinbare

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