
Stell dir vor, dies wäre der Ausschnitt einer Stadt, die nicht nur aus Beton besteht, sondern aus Gefühlen, Erinnerungen und unausgesprochenen Gedanken.
Jeder Block, jede Linie, jede Farbfläche wäre ein Fragment eines Lebens, das versucht, sich selbst zu verstehen.
Gesichter wirken wie Schatten von Begegnungen, Menschen, die Spuren hinterlassen haben, oder Stimmen, die im Kopf weiterreden, lange nachdem sie gegangen sind.
Es sind Geschichten, die in uns brennen: Intensität, Leidenschaft, Konflikt – und daneben diese leisen Räume, in denen man atmet, nachdenkt, versucht, wieder klar zu sehen.
Wir alle bewegen uns zwischen diesen Polen, wie Figuren in einem unsichtbaren Mosaik.
Strassen, Häuserblocks, Parks, Strassenbahnen, Radwege, Unterführungen, Brücken.
Alles lebt und ist nur ein Durchgang, en passsant oder Platz von bestimmten Erinnerungen.
Jeder Mensch hat eine “Out of my window”Sicht, ein Fenster in das Erleben einer Stadt vom Tag bis in die Nacht.
Hitze und Ruhe, Chaos und Struktur, Nähe und Distanz.
Ein ständiges Pendeln, ein Versuch, nicht verloren zu gehen in den Überlagerungen des Lebens.
Und dann gibt es diese Momente, in denen die Welt von außen mit brutaler Härte in unser Inneres einbricht.
Bilder von Häusern, die wie Kartenhäuser in sich zusammenfallen.
Hochhäuser, die zu Staub werden, als wären sie nie bewohnt gewesen, nie voller Stimmen, Gerüche, Lachen, Streit, Alltag.
Orte, an denen jemand geliebt hat.
Orte, an denen jemand gehofft hat.
Orte, die jemand ein Zuhause nannte.
Und alles, was es braucht, ist ein Knopfdruck.
Ein Joystick. Ein Befehl. Ein paar Zeilen Code. Worte, die jemand ausspricht, der weit entfernt sitzt und die Folgen nie fühlen wird.
Das, was fest gemauert war, wird zu Staub.
Und wir sehen es zwischen Kaffee und Cornflakes, in den Frühstücksnachrichten, und schalten danach um in den Modus „business as usual“.
Als wäre das Normalität.
Was geht in den unzähligen Tieren und Pflanzen vor, deren Stimme nie gehört werden wird, die ihre Heimat oder Leben verlieren.
Es ist nicht nur ein Riss durch die menschliche Seele, auch die Kultur.
Ddie Moral zerbricht.
Es ist ein Zustand , den man nicht verstehen kann.
Zum Glück geht das Leben weiter,
und,
wir müssen immer wieder lernen, dass das Schöne alles andere wegwischt,
so,
wie der Morgen immer wieder Licht in das Dunkel bringt.