
Es gibt ein Hoffen, das keinen Namen trägt.
Es sitzt tief unter der Haut, dort, wo die Farben des Lebens ineinanderlaufen und die Linien des Gesichts beginnen, ihre eigene Wahrheit zu erzählen.
Es ist kein lautes Hoffen, kein Ruf nach Erlösung.
Es ist ein Flüstern, kaum hörbar, ein zarter Widerstand gegen das Dunkel, das sich manchmal wie eine zweite Haut anliegt.
Die Welt scheint so voller Probleme zu sein, daß man vergisst wie viel Schönes es gibt,
auch,
dass alles Unangenehme vergeht, das Schöne immer da ist und immer wiederkehrt.
In diesem Hoffen liegt eine Wärme, die nicht brennt, sondern glimmt.
Ein Funke, der sich weigert zu erlöschen, selbst wenn die Welt schwer auf den Schultern liegt.
Manchmal zeigt sich die Hoffnung nur in einem Blick, in einer Kontur, die nicht ganz bricht, in einer Farbe, die sich weigert, unterzugehen.
Stilles Hoffen ist kein Versprechen.
Es ist ein Zustand.
Ein leises Weitergehen, auch wenn die Schritte zittern.
Und vielleicht ist es genau dieses Hoffen, das uns miteinander verbindet.
Es ist die Ahnung, dass unter all unseren Schichten, die belasten etwas lebt, das nicht aufgibt.
Das Licht, dass jeden Tag mit der Sonne aufgeht und die Nacht zum Tag macht.