
Aus der Tiefe der Zeit wirkt wie ein Tor, das sich langsam öffnet: ein Auftauchen aus Schichten,
die älter sind als Erinnerung, und zugleich ein Beginn, der im Jetzt pulsiert.
Es trägt eine Schwere, aber keine Last;
eher eine Gravitation, die etwas an die Oberfläche zieht, das lange gewartet hat.
Die Welt beinhält unzählige Geheimnisse, die der Schleier des Vergessens und Vergehens verdeckt.
Die Zeit ist wie ein Sediment — nicht linear, sondern geschichtet, wie Gestein, das Geschichten speichert.
Die Tiefe verdeckt die Herkunft — ein Raum, in dem etwas ruht, das noch nicht Form geworden ist.
Erst das Auftauchen und Hervortreten ist ein Moment des Übergangs,
in dem Vergangenes zu sprechen beginnt.
Manchmal steigt aus der Tiefe der Zeit ein Atem, der uns erkennt, bevor wir ihn hören.
Aus der Tiefe der Zeit löst sich ein Licht, das die Ränder der Gegenwart weich macht,
und uns erinnert, dass wir aus Schichten bestehen.
Aus der Tiefe der Zeit ruft ein Schritt, der uns hinausführt,
dorthin, wo die Bäume das Vergangene in neues Grün verwandeln.
Die Tiefe der Zeit ist kein einzelner Ort, sondern ein Bild für eine Erfahrung, die,
dass Zeit nicht einfach verstreicht, sondern sich schichtet, verdichtet und unter unserer Gegenwart weiterwirkt.
Der Ausdruck öffnet einen Raum, in dem Vergangenheit nicht abgeschlossen ist, sondern als Resonanzraum im Jetzt mitschwingt.
Zeit wird wie geologisches Gestein gedacht: Schicht über Schicht, jede mit Spuren, Druck, Fossilien des Erlebten.
Tiefe entsteht dort, wo Zeit nicht messbar ist, sondern sich dehnt, sammelt, sedimentiert.
In der Tiefe liegen die Anfänge, die wir nicht mehr erinnern, die uns aber formen.
Zeit ist nicht als Uhrzeit zu verstehen, sondern als Raum, der uns umgibt und durchdringt.
Kosmologisch: Die Tiefe der Zeit umfasst die Milliarden Jahre, in denen Erde, Leben, Bewusstsein entstanden sind. Ein Maßstab, der unser eigenes Leben relativiert.
Kulturell bilden Traditionen, Geschichten, Mythen, alles, was Menschen über Generationen weitergeben, eine kulturelle Tiefenschicht.
Biografisch gibt es in jedem einzelnen Leben Tiefen, frühe Prägungen, unbewusste Muster, Erinnerungen, die nicht mehr als Bilder existieren, sondern als Stimmungen.
Tiefe ist also immer das, was unterhalb des Sichtbaren wirkt.
Der Satz „Aus der Tiefe der Zeit“ besagt: Etwas ruft, etwas drängt, etwas wird hörbar.
Bilder sind verkäuflich. Erlöse werden für soziale Zwecke verwendet werden.