Die Zentrale

Was sagt das schon aus.

Der Platz wo die Fäden zusammen laufen?

Der Ort von dem alle Regelungen, Vorgaben und Anweisungen her kommen?

Wer weiß das schon.

Die Zentrale, ein oft verwendeter technischer Begriff.

Aber in der Formulierung ist er ein Symbol:

Ein Knotenpunkt, an dem Fäden zusammenlaufen – aber wer hält sie wirklich in der Hand, und wer glaubt nur, sie zu halten.

Sie ist der Ursprung von Regeln und Vorgaben, aber auch ein Ort, an dem Verantwortung sich gerne versteckt.

Ein Raum der Macher und Verursacher, aber vielleicht auch ein Raum der Ausreden, der Delegation, der anonymisierten Schuld.

Man spürt darin eine leise Ironie: Als wäre die Zentrale weniger ein Ort der Macht als ein Ort, an dem Menschen sich einreden, sie hätten Macht.

Und gleichzeitig steckt darin ein existenzieller Unterton:

Wo ist meine Zentrale? Wo laufen meine Fäden zusammen?

Oder gibt es sie gar nicht – und das Leben ist eher ein Netzwerk, ein Fließen, ein ständiges Neuverknüpfen?

Ein Wort wie ein Betonklotz.

Der Ort, an dem angeblich alles beginnt, ein Geflecht aus Stimmen, die sich wichtig nehmen.

Ein Raum der Macher, sagen die einen, ein Raum der Verursacher, die Anderen.

Und vielleicht nur ein weiterer Versuch, Chaos in Schubladen zu pressen.

Jeder meint seine Zentrale , sein Schaltzentrum zu haben, die Parterien, die Unternehmen, und einer nimmt sich wichtiger als der Andere.

Es geht nur, aber man kann das auchg denken: ” Macht, macht nichts”, alles nur von Menschen gemacht,

von denen sich manchmal in dem Wirrwarr und Dschungel der eigenen Regeln verlaufen,

anstatt alles einfach, klar und übersichtlich zu gestalten.

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