Die Versammlung der Unsichtbaren

Zwar ein Gewimmel roter Gesichter, weißer Augen und Münder,

eingebettet in ein chaotisches, fast kosmisches Farbspiel, aber alles in der Anonymität,

die der biometrischen Erfassung ausweicht.

Die Figuren wirken wie Masken oder Geister, individuell und doch kollektiv, als ob sie Teil eines größeren Bewusstseinsstroms wären.

Der Mainstream wirkt wie ein „Chor der Gesichter“ – er betont die Vielstimmigkeit und das kollektive Element.

Viele Stimmen, aber alle singen dieselbe Melodie.

Die Vielstimmigkeit ist nur Oberfläche; darunter liegt die Angst vor Abweichung.

Oft „zwischen Blick und Rausch“ spielt mit der Wahrnehmung der Dinge und emotionalen Überwältigungen.

Eine Art Tanz der Masken.

Es kommt einem vor wie “Die Versammlung der Unsichtbaren“ – die auf das immer wieder Gleichlautende verweist.

Menschen getrauen sich nicht eine Meinung zu haben und verstecken sich hinter Masken.

Die moderne Maskerade.

Es verschwimmen die Grenzen der Wahrnehmung.

Was bleibt, ist die Wiederholung des Unsichtbaren – ein Echo derer, die sich zeigen, ohne erkannt zu werden.

Es erinnert an eine Entkörperung im digitalen Zeitalter.

Auch die Avatare können zugeordnet werden, die IP des Creators kann erfasst werden.

Aber eine Maske kann verschleiern,

und,

wenn man will kann man mit der Farbe die Stimmungslage signalisieren.

Farben sprechen.

Rot als Alarm, Rausch, Überforderung. Weiß als Leere, Distanz, Entkörperung. Farben werden zu emotionalen Codes, die das ausdrücken, was das Gesicht nicht mehr darf.

Die Anonymität ist nicht nur Schutz, sondern auch Symptom.

Sie verweigert sich der biometrischen Erfassung, aber sie verweigert sich ebenso der Verantwortung.

Die Masken sind nicht nur Tarnung, sondern auch Komfortzone.

Was ist echt
Was ist Projektion
Was ist nur ein Echo der anderen
Was ist mein eigener Blick

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