
Es ist weniger ein Symbol für Identität oder Erinnerung, eher ein chaotisches,
ein fast träumendes Umfeld.
In unserer Wahrnehmung dominieren Fragmente von Natur, Stadt oder innerer Welt.
Manchmal sind es Fenster zu anderen Realitäten,
Pflanzen die zu Gedanken anregen,
Gebäude die uns ein Zuhause sind.
Die Weltbühne erinnert an Szenen aus einem inneren Theater,
einem Ort, der gleichzeitig gebaut und zerlegt wird,
wo ein Versuch statt findet, Ordnung in das Unfassbare zu bringen.
Es könnte auch eine Metapher für das Selbst sein.
Das Haus als Ich, umgeben von Eindrücken, Erwartungen, Erinnerungen, die sich nicht fügen wollen.
Die kleine Bühne gegenüber der grossen Bühne der Welt, die im Prinzip auch nur die einfach durch Macht und Gerlegenheit erweiterte kleine Bühne aufs Große ist.
Macht ist nur eine bloße Skalierung von Rollen, kein qualitativer Unterschied.
Jeder Mensch spielt, lebt, ringt – ob im Wohnzimmer oder im Parlament.
Die das Sagen Habende sind genau so Menschen, mit ihren individuell gelebten Rollen.
Der Unterschied besteht nur darin, dass sie dies ausleben.
Wenn gegensätzliche Rollen aufeinandertreffen, entsteht Reibung.
Aber auch Energie.
Vielleicht ist genau dieses Knirschen der Ort, an dem Veränderung beginnt – nicht durch Harmonie, sondern durch ehrliche Konfrontation.
Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir deswegen mit dem eigenen Inneren anfangen
Dann könnte aus dem inneren Theater eine entsprechende Realität werden.
Die Welt ist zu schön um sie nur als Bühne zu betrachten.
Wir sind alle Teil des “living theatre” oder ” living circus”.
Die Welt ist nicht Kulisse, sondern Mitspielerin.
Wir sind nicht Zuschauer, sondern Akteure.
Und das Leben ist nicht nur Drama, sondern auch Spiel, Tanz, Chaos, Schönheit.