
Das Leben zeigt jeden Tag sein visuelles Gedicht, seinen vielstimmiger Chor aus Formen, Farben und Zeichen.
Alles lebt.
Geometrischen Strukturen und stilisierten Gesichter scheinen nicht einfach nur dekorativ, sondern wie Fragmente einer inneren Sprache, die sich zwischen Erinnerung und digitaler Gegenwart bewegt.
Weiße Markierungen erinnern uns an Runen oder codierte Botschaften.
Zebrastreifen, Fahrbahnmarkierungen, Trennlinien, die wenn sie unterbrochen sind, auch ein Signal abgeben.
Bilder selbst verbergen und offenbaren zugleich.
Die Monotonie des Mainstroms, immer das Gleiche, im TV, in Medien , mit sich immer wiederholenden Themen, Gender und Krieg, nervt, ermüdet, verschreckt.
Dagegen sollte man lieber ein „Manifest in Farbe“ setzen, ein Widerstand gegen das Glatte, das Vorhersehbare oder einfach so interpretierte..
Es ist ein tägliches „Zulassen“ der Komplexität, den Brüchen und Überlagerungen.
Vielleicht brauchen wir Gedächtnisfelder
Nicht das Gedächtnis als Archiv, sondern als lebendige, flackernde Präsenz, die das verarbeitet, was wir täglich erleben.
Abstrahieren, geometrischen Formen sind wie Gedanken, die sich nicht fügen wollen – sie stoßen aneinander, überlagern sich, fliehen ins Offene.
Die Splitter von Identität, Fragmente von Begegnungen ordnen? Aber tun wir das?
Die Spiegelungen analysieren, das, was von uns bleibt, wenn wir uns in der Welt verlieren und wiederfinden.
Die Welt ist nicht monoton, sie ist mehr als bunt.
Farben sind lebendig, können widersprüchlich sein.
Die Mode lebt davon.
Manche tragen T Shirts mit speziellen Aussagen darauf, so wie “Macht, macht nichts”.
Oder Krawatten mit Mustern und Tieren, Broschen, die alle etwas aussagen, so, wie der Madeleine Albright.
So, wie ein Stier, wenn man in eine Verhandlung geht, oder ein Schmetterling, wenn man darüber zu schweben signalisieren möchte.
Farben sind wie eine emotionale Topografie.
Zonen der Hoffnung, der Erschöpfung, der Sehnsucht.
Dazwischen weiße Zeichen, wie Versuche, Ordnung zu stiften, aber sie sind keine Regeln – eher Spuren eines inneren Navigierens.
Uns bleibt das ein Atlas des Zulassens zu kartografieren, eine, der zeigt was geschieht wenn man nicht mehr kontrolliert, sondern nur noch empfängt.
Freiheit ist sich in seinen mentalen Atlas mit seiner inneren Uhr und Kompass in Einklang zu bringen.
Und das ist auch ein Weg zum Glück.