Wanderungen

In einem alten Volkslied heisst es ” Das Wandern ist des Müllers Lust”.

Das wäre das schöne, unbeschwerte Wandern, mit einem Lied auf den Lippen und die Romantik der Natur . Aber historisch war das leider nicht so.

Eher Völkerwanderungen, einwandern, auswandern, herumwandern.

Wandern hat auch andere Namen: Umziehen, wegziehen , ausreisen, herumreisen.

Alles um nicht am gleichen Platz zu bleiben.

Migration und viele andere Namen.

Wandern begleitet alle Lebewesen von Beginn an. Immer auf der Suche nach Nahrung, besseren Lebensbedingungen, Flucht vor Unwetter, Klimaveränderungen, Kälte und Wärme, vor Katastrophen.

Wandern gehört zur Beantwortung der Frage wo wir her kommen. Wir können nur unpräzise vermuten woher, DNA, moderne Verfahren der Altersanalyse von Knochen und Steinen geben Aufschluss.

Wir vermuten unseren Ursprung in Afrika, und, durch einen Klimawandel musste die Menschen in mehreren Wellen nach Asien und Europa, vor 12 000 Jahren über die Behringstrasse nach Amerika, aber die ersten Amerikaner, so die neuere Wissenschaft kamen schon vor 30 000 Jahren mit Booten, durch Strömungen getrieben, von Afrika nach Südamerika.

Viele Kulturen starben aus, weil entweder Dürren oder Wetterkatastrophen ein Leben unmöglich machten. Die Menschen mussten Ihre Heimat verlassen.

Jede Spezies muss immer dahin, wo die besten Lebensbedingungen sind, oder wenn die eigenen inakzeptabel werden, neue Wege suchen.

Leider schaffen sich die Menschen immer schon selbst Gründe zur Flucht, zum Exil, durch Machtkämpfe, sinnlose Kriege, bei denen die Oberen überleben und das Fußvolk sich opfern muss.

Die eigenen Wurzeln zu rekonstruieren hilft die eigene DNA im Vergleich zu den anderen betrachten.

Überprüft man diese, stellt man fest, dass die Vorfahren die halbe Erde umrundeten, und viele Spuren hinterließen, auch die genetischen.

Jeder hat seinen eigenen DNA Fussabdruck, der seine Geschichte mit erzählt. Unterbewusst tragen wir die Lasten unserer Ahnen noch mit uns.

Die Urgroßeltern haben den 1. Weltkrieg erlebt, die Großeltern den 2., die Eltern den Kalten Krieg, immer mit Wanderungen, Vertreibungen und Flucht verbunden. Zumeist nur mit wenigen Habseligkeiten. Und, immer wieder da ein Ende, dort ein Neubeginn, dazwischen ein karges Leben.

Überflüssige Bürgerkriege und sinnlose Kämpfe vertreiben Menschen. Andere wollen ihre Lebensbedingungen verbessern und verdrängen auch da Menschen, wo sie hinziehen. Ein Kreislauf, der nicht nur den Menschen anhängt, auch den Tieren.

Kommt in Sibirien der harte Winter ziehen die Vögel in das wärmere Mitteleuropa. Dessen Vogelwelt macht die Tour nach Afrika, wie die Störche und viele anderen, halten unterwegs, um sich für die weitere Wanderung zu stärken, und kehren dann, wenn es in ihrem Heimatland Frühling wird, wieder zurück. Den anderen gefällt es aber, sie wollen nicht zurückkehren, und, so gibt es Konflikte.

Es wird immer Gewinner und Verlierer geben, auch wird das Wandern nie aufhören.

Auch müssen die Menschen dahin, wo es Arbeit gibt, diese kommt nicht zu Ihnen, auch wenn beispielsweise Home Office ein Ansatz wäre.

Wissend, dass nichts für die Ewigkeit gemacht ist, und der stetige Wandel das Normale ist, müssen wir uns damit abfinden, durch unser Leben zu wandern, in eine Zukunft, die vielleicht zum Sternen- oder Planetenwandern wird.

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Wanderungen

Multitechnik, Filzstift, Acryl.Original , signiert. Erlös für soziale Zwecke

450,00 $

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